Schneechaos ab Sonntag: Wintereinbruch könnte wochenlang bleiben

Eisige Überraschung statt Frühlingsgefühle

Der Frühling lässt weiter auf sich warten. Bereits ab Sonntag erfasst eine frostige Wetterwende das gesamte Land und verwandelt die Landschaft grundlegend. Mit unerwartetem Schneefall und drastisch sinkenden Temperaturen müssen wir uns auf einen winterlichen Umschwung einstellen, der deutlich länger anhalten könnte als zunächst gedacht.

Weiße Bescherung nach dem Valentinstag

Direkt nach dem Valentinstag und mitten in der Zeit der Olympischen Winterspiele erwartet Schneeliebhaber eine frostige Überraschung. Am kommenden Sonntag, dem 15. Februar, kehren die Schneeflocken unerwartet zurück. Während diese romantische Kulisse manche verzaubert, erfordert sie von anderen Geduld – denn die weiße Pracht scheint sich festsetzen zu wollen.

Zwar fällt dieser Wintereinbruch weniger dramatisch aus als das legendäre Ereignis von 1991, dennoch ist erhöhte Vorsicht geboten. Vom Zentrum bis zu den östlichen Erhebungen wird sich das Land unter dem Einfluss der Kälte deutlich verändern. Holen Sie Ihre Stiefel und warmen Mäntel hervor, denn der Winter erobert sich seine Rechte für längere Zeit zurück.

Sonntag bringt flächendeckenden Schneefall

Bereits am Sonntagmorgen setzt Schneefall auf einer Achse vom Norden bis zum Zentralmassiv ein, bevor er nach Osten weiterzieht. Europäische Wettermodelle prognostizieren beachtliche Schneehöhen, wie Meteorologen berichten. Die Vorhersagen schwanken allerdings zwischen einer leichten Schneedecke im Flachland und bis zu zehn Zentimetern auf den höhergelegenen, exponierten Plateaus im Laufe des Nachmittags.

Besonders unsicher bleibt die Lage in Ballungsräumen wie Paris, wo die städtische Wärme verhindern könnte, dass der Schnee liegen bleibt. Bei Temperaturen um etwa 1 °C spielt die Höhenlage eine entscheidende Rolle. Ein Höhenunterschied von lediglich hundert Metern kann darüber entscheiden, ob der Boden kahl bleibt oder sich in eine Winterlandschaft verwandelt – ein dramatischer Kontrast auf wenigen Kilometern.

Ende Februar unter Schneedecke durch polare Luftmassen

Nach dem Schneefall am Sonntag folgt eine kurze Milderung, bevor ein Kräftemessen zwischen polarer Kälte und ozeanischer Milde beginnt. Bereits ab Mittwoch könnte ein Tiefdruckgebiet die Region nördlich der Seine weiß färben. Diese wechselhafte Phase setzt sich am darauffolgenden Wochenende fort, wenn Schneeschauer bis ins Flachland zwischen Nordosten und Zentralmassiv vordringen.

Das Monatsende präsentiert sich noch turbulenter unter dem Einfluss kräftiger ozeanischer Strömungen. Sollte die kalte Luft im Norden standhalten, sind ergiebige Schneefälle möglich. Eines der europäischen Szenarien zeichnet das Bild eines zu zwei Dritteln verschneiten Landes, auch wenn diese Prognose als Außenseiter gilt. Diese Entwicklung zeigt deutlich: Dieser Winter gibt noch lange nicht auf.