Warum der März für Ihren Garten entscheidend ist
Der März versetzt Gartenfreunde in freudige Erwartung: Die Tage werden länger, der Boden erwacht zum Leben und der Gemüsegarten ruft nach Aufmerksamkeit. Unter all den möglichen Arbeiten in dieser Jahreszeit gibt es eine Maßnahme, die weit wichtiger ist als alle anderen, wenn Sie sich auf eine reiche Ernte während des gesamten Sommers vorbereiten möchten.
Diese Maßnahme besteht darin, Kartoffeln im März zu pflanzen, insbesondere frühe Sorten, die als "Frühkartoffeln" bezeichnet werden. Richtig ausgewählt, gut vorbereitet und zum optimalen Zeitpunkt in die Erde gebracht, können sie bereits zu Beginn des Sommers Knollen liefern, die Sie ernten können – vorausgesetzt, Sie beachten einige einfache, aber entscheidende Regeln.
Weshalb der März der ideale Zeitpunkt für Frühkartoffeln ist
In den meisten Regionen Deutschlands beginnt der Boden im März sich auf etwa 10 °C in der Tiefe zu erwärmen – eine Schlüsseltemperatur, damit die Pflanzen starten können, ohne zu faulen. In Gebieten mit milden Wintern öffnet sich dieses Zeitfenster manchmal schon Ende Februar, während es im Norden oder in höheren Lagen eher auf Ende März oder Anfang April verschoben wird.
Frühkartoffeln haben einen kurzen Entwicklungszyklus von rund 90 Tagen, bei sehr frühen Sorten wie Rocket oder Swift sogar nur 10 bis 12 Wochen. Andere beliebte Sorten wie Amandine, Belle de Fontenay oder Charlotte eignen sich ebenfalls hervorragend für eine Pflanzung im März und eine Ernte zwischen Mai und Juli.
Knollen vorbereiten: Das Vorkeimen macht den Unterschied
Um in der Saison Zeit zu gewinnen, ist das Vorkeimen der Schlüssel. Dieser Prozess beginnt etwa vier Wochen vor dem Einpflanzen: Die Knollen werden einschichtig an einem hellen, frostfreien Ort bei etwa 10 bis 12 °C ausgelegt. Durch diese Lichteinwirkung werden die Augen geweckt und es bilden sich kurze, kräftige Keime.
Eine pflanzfertige Knolle trägt mehrere stabile, gut gefärbte Keime, die bei Berührung nicht abbrechen. Knollen, die weich werden oder verdächtige Flecken aufweisen, werden aussortiert. Diese Vorselektion reduziert Verluste im Garten und konzentriert die Energie auf die kräftigsten Pflanzen.
Kartoffeln im März pflanzen und pflegen: Die richtigen Handgriffe
Im Gemüsegarten bevorzugen Kartoffeln einen lockeren, gut durchlässigen Boden, der mit Kompost angereichert und ausreichend besonnt ist. Man zieht Furchen oder einen Graben von 10 bis 15 cm Tiefe und platziert die vorgekeimten Knollen im Abstand von 30 bis 40 cm in der Reihe, mit 60 bis 70 cm Abstand zwischen den Reihen. Die Keime werden nach oben ausgerichtet, bevor man sie mit Erde bedeckt und dabei eine kleine Reserve für spätere Pflegemaßnahmen lässt.
Nach dem Auflaufen, wenn die Triebe 10 bis 20 cm erreichen, beginnt das Anhäufeln: Man schiebt in mehreren Durchgängen Erde an den Fuß der Pflanzen, um die Knollen vor Licht zu schützen und die Bildung neuer Kartoffeln anzuregen. Regelmäßiges, aber maßvolles Gießen, eine Mulchschicht zur Feuchtigkeitserhaltung und bei angekündigtem Frost ein einfaches Vlies reichen aus, um die Kultur abzusichern. Mit dieser Pflege kann eine Fläche von wenigen Quadratmetern rund 4 kg Kartoffeln pro Quadratmeter liefern, die bereits bei der Blüte der Pflanzen erntereif sind.










