Wetterchaos in Frankreich: Heftige Schneefälle treffen nach Unwetter und Hochwasser – Das erwarten Meteorologen am 16. Februar

Massive Unwetterwarnungen erfassen 85 Départements

Der 16. Februar 2026 bringt dramatische Wetterkapriolen nach Frankreich. Die Wetterlage präsentiert sich außergewöhnlich turbulent: Starkregen, orkanartige Böen, intensive Schneefälle in Gebirgsregionen und die Gefahr von Überflutungen bestimmen den Tag. Météo-France hat für 85 Départements Wetterwarnungen ausgegeben, während 92 Départements von Hochwasseralarm betroffen sind.

Von den normannischen und bretanischen Küsten über den Südwesten bis ins Rhônetal herrscht Unbeständigkeit. Die französische Hauptstadt erlebt wechselhaftes Wetter mit kräftigem Wind und vereinzelten Schauern. Besondere Vorsicht gilt in Flussnähe und Höhenlagen, wo erhebliche Lawinengefahr besteht.

Kritische Hochwasserlage in mehreren Regionen

Die Überwachung der Pegelstände läuft auf Hochtouren. Das Warnsystem zeigt dramatische Ausmaße:

  • Höchste Warnstufe Rot für Gironde und Lot-et-Garonne
  • Orange-Alarm in Aquitanien, Haute-Garonne und Aude
  • Gelbe Warnstufe praktisch landesweit, ausgenommen Jura bis zur Côte d'Azur, Korsika und Nord-Pas-de-Calais

Intensive Niederschläge bedrohen 15 Départements, wobei die Pyrenäen orange eingestuft wurden. In Bergregionen stehen 11 Départements unter Lawinenwarnung. Die Einstufung erfolgt orange für die Pyrenäen, beide Savoyen und Isère, gelb für weitere Alpengebiete.

Windwarnungen betreffen 36 Départements, mit Böen zwischen 60 und 80 km/h. An der Küste können Gewitterböen sogar 100 km/h erreichen, meldet La Chaîne Météo. Am Ärmelkanal und südlich der Garonne fallen stellenweise heftige Schauer. Oberhalb von 800 bis 1700 Metern schneit es kräftig, je nach Gebirgsmassiv. Die Flüsse schwellen im Flachland kontinuierlich an.

Paris kämpft mit Wind und Nässe

Die Kapitale erlebt einen unruhigen Montag. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 7°C und 11°C, wobei Westwind nachmittags bis zu 63 km/h erreicht. Für Paris gilt gelber Hochwasseralarm. Die niedrig gelegenen Seine-Ufer sind rutschig, mehrere Uferwege bleiben vorsorglich gesperrt.

Île-de-France: Schneerisiko zur Wochenmitte steigt

Die Woche vom 16. bis 22. Februar 2026 zeigt sich in der Île-de-France wechselhaft. Nach frostigen Wochenendtemperaturen bringt der Montag atlantische Meeresluft mit Werten zwischen 5°C und 8°C. Der kritischste Moment dürfte Mittwoch, 18. Februar werden.

Ein Tiefdruckgebiet vor der bretonischen Küste schickt abends eine Störungsfront. Die noch vorhandene Kaltluft im Norden könnte die Niederschläge in der Nacht zu Donnerstag in Schnee verwandeln. Betroffen wären besonders Normandie, Île-de-France und Regionen nördlich der Seine.

Donnerstag, 19. Februar, erwarten Meteorologen Temperaturen zwischen 1°C und 5°C, mit erheblichen Schneefällen am Morgen. Das Wochenende verspricht Besserung: Ein Hochdruckgebiet etabliert sich ab Freitag und leitet eine Milderung ein. Die Höchstwerte klettern am Wochenende auf 9 bis 11°C, mit ruhigerem und freundlicherem Wetter über der Hauptstadt.

Temperaturen steigen trotz winterlichem Charakter

Trotz der Wetterkapriolen liegen die Temperaturen generell über den Vorwochenwerten. Montagmorgen wurden beispielsweise gemessen:

  • 4°C in Amiens
  • 5°C in Mulhouse
  • 10°C in Bayonne und La Rochelle
  • Bis zu 16°C in Bastia

Nachmittags klettern die Maximalwerte auf 17°C in Le Grau-du-Roi. Obwohl Frost im Tiefland ausbleibt, fühlt sich das Wetter durch Wind und Feuchtigkeit deutlich unangenehmer an. Kräftige Böen verstärken die Kälteempfindung, besonders an Küsten und entlang der Seine in Paris.

Am Abend beruhigen sich die Schauer schrittweise in Teilen des Landes. Im Osten und Gebirge bleibt es jedoch unbeständig, mit anhaltendem Schneefall oberhalb 800 bis 1200 Meter. Die folgende Nacht bringt vielerorts Bewölkung, bevor der Dienstag erneut wechselhaftes Wetter bringt.