Was Sie vor dem Einsatz einer Stubbenfräse unbedingt wissen müssen
Ein Baumstumpf mitten im Garten wirkt harmlos – bis zu dem Moment, wo Sie sich eine Stubbenfräse ausleihen, um ihn endlich loszuwerden. Dieses Gerät ist eine kraftvolle Maschine mit Benzinmotor, ausgestattet mit einer 41 cm großen Scheibe und 12 Hartmetallzähnen, die sich bis zu 20 cm tief ins Holz fressen können. Ein enormer Zeitgewinn, aber gleichzeitig eine ernsthafte Gefahrenquelle, wenn man sich nicht richtig vorbereitet.
Bevor Sie den Zündschlüssel drehen, sollten Sie die Stubbenfräse als das behandeln, was sie wirklich ist: eine 170 kg schwere Baumaschine von 2,15 m Länge, die nur per Anhänger transportiert wird und keinesfalls leichtfertig bedient werden darf. Geländevorbereitung, Absicherung der Arbeitszone, Schutzausrüstung und sichere Handhabung bilden eine Einheit. Ohne diese grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen kann selbst der kleinste Fehler schwerwiegende Folgen haben.
Unterschätzen Sie niemals die Kraft dieser Maschine
Diese Fräse wurde für intensive Einsätze konstruiert: Der Viertaktmotor treibt die Frässcheibe über einen Riemen mit hoher Geschwindigkeit an, was ihr eine außergewöhnliche Schneidleistung verleiht. Daher diese unmissverständliche Warnung: Die Stubbenfräse kann gefährlich werden, wenn bestimmte Regeln missachtet werden. Schutzhaube über der Scheibe, vorderer Überrollbügel und Schürzen unter dem Fahrgestell müssen intakt sein, da sie den Großteil der umherfliegenden Teile abfangen.
Ihre Größe gehört zu den Risiken, die man einkalkulieren muss: Eine Stubbenfräse wird wie eine schwere Baumaschine gehandhabt und meist nur mit Hilfe einer zweiten Person auf Anhänger oder Transporter verladen. Die Anwesenheit einer Hilfsperson bleibt auch während der Arbeit sinnvoll: Es wird empfohlen, beim Fräsen von Stubben niemals allein zu arbeiten, betont der Hersteller Jo Beau. Diese erwachsene Person bleibt außerhalb der Gefahrenzone, steht aber für Notfälle bereit.
So sichern Sie das Gelände richtig ab
Vor jeder Inbetriebnahme beginnt die Sicherheit mit der Absperrung. Sie müssen eine Sicherheitszone um den zu entfernenden Stumpf schaffen, damit Menschen in Ihrer Umgebung wissen, dass sie Abstand halten müssen – mindestens 23 Meter, erklärt House Digest. Gemeint ist ein Kreis von etwa 23 m Durchmesser, abgesperrt durch Flatterband oder Barrieren, ohne Kinder, Nachbarn oder Tiere. Dieselbe Quelle rät auch: Am besten rufen Sie vor dem Graben die zuständige Stelle an, damit Leitungen von Fachleuten markiert werden, bevor Sie mit dem Fräsen beginnen – so vermeiden Sie, auf Rohre oder Kabel zu stoßen.
Rund um den Stumpf muss alles freigeräumt sein: Vor dem Start der Maschine die Umgebung des Stumpfes von allen Hindernissen befreien – Steine, Äste und ähnliches – und sicherstellen, dass sich niemand im Arbeitsbereich aufhält. Was die Kleidung betrifft: Rüsten Sie sich mit angemessener Schutzausrüstung aus, insbesondere Schutzbrille, Gehörschutz, Handschuhen und einem Helm mit Visier, mahnt der Hersteller. Ergänzen Sie dies mit geschlossenen Schuhen, idealerweise Sicherheitsschuhen, für eine durchdachte persönliche Schutzausrüstung.
Die sichere Handhabung im Betrieb
Unmittelbar vor dem Start bleibt die Bedienungsanleitung oberste Priorität: Bevor Sie die Stubbenfräse verwenden, lesen Sie die Bedienungsanleitung gründlich durch, auch wenn Sie bereits eine benutzt haben, denn Stubbenfräsen können sich in ihrer Komplexität unterscheiden, warnt der Fachbeitrag. Prüfen Sie dann mit einem Blick Schürzen, Haube, Totmannschalter, Bremsen, Ölstand und auf etwa 2,5 Bar aufgepumpte Reifen.
Bei der Arbeit muss die Maschine stabil starten, die Scheibe ohne Kontakt zum Stumpf, Hände am Lenker und aktivierte Bremsen. Und vor allem, so die eindringliche Mahnung: Nähern Sie sich niemals der rotierenden Scheibe.










